Die S/4HANA-Migration steht an – was es zu beachten gibt

Mit der Abkündigung des Supports für SAP R/3 werden alle SAP-Kunden gezwungen, ihre Systeme auf SAP S/4HANA zu migrieren. Dieser Wechsel ist für viele Unternehmen eine Herkulesaufgabe und muss frühzeitig und sauber geplant werden. Die Migration bewegt sich auf unterschiedlichen Ebenen und überall gibt es massgebende Veränderungen. Diese werden im besten Fall dazu verwendet, einige andere Aspekte der SAP-Landschaft zu überdenken.

Die Infrastruktur

SAP unterstützt ausschliesslich Linux als Betriebssystem für ihre HANA-Datenbank. Deshalb ist nicht nur der Wechsel auf eine neue Datenbank, sondern auch der Wechsel auf Linux für viele Kunden eine grössere Herausforderung. Sowohl bei Installationen als auch bei Migrationen von SAP-Systemen unter Linux mit HANA sind neue Kompetenzen erforderlich. Aufgrund dieser Herausforderungen ist es ratsam, die Gelegenheit zu nutzen, um einen erhöhten Grad an Automatisierung einzuführen. Unerwünschte Unterschiede der Konfigurationen zwischen den Entwicklungs-, Integrations- und Produktionssystemen gehören dann der Vergangenheit an. Die Anwendung der SAP-Best-Practices und Guidelines können impliziter Bestandteil einer solchen Automatisierung sein.

Natürlich sind auch Cloud-Services vermehrt ein Thema. Viele SAP-Kunden möchten die Transition nach S/4HANA mit einer Transformation in die Cloud kombinieren, um dabei mehr Flexibilität zu gewinnen und gleichzeitig Kosten zu optimieren. Auch für diesen Zweck ist die Automatisierung von Infrastruktur, Deployment und Konfiguration ein essenzieller Aspekt für die erfolgreiche Umstellung und den weiterführenden Betrieb.

Die Prozesse

SAP S/4HANA ist mehr als der Nachfolger der SAP-Business Suite. Als digitaler Kern der IT-Architektur hat S/4HANA Auswirkungen auf die bestehenden Unternehmensprozesse, da die neue Generation von SAP viele neue Funk­tionen mit sich bringt. Der Einsatz von S/4HANA kann Geschäftsprozesse verschlanken oder sogar überflüssig machen – die Einführung bietet somit eine Chance für Innovation und Optimierung, die von SAP-Anwendern genutzt werden sollte, um bestehende Prozesse im Unternehmen zu hinterfragen.

Mit einer sauberen Dokumentation und Abbildung der Geschäftsprozesse können die Auswirkungen von S/4 auf das Unternehmen verstanden und Entscheidungen über die passende Einführungsstrategie der neuen Software getroffen werden. Soll S/4HANA neu implementiert werden und sollen die Prozesse erneut gestaltet werden (Greenfield-Ansatz) oder können sie auf das neue SAP-System übertragen und angepasst werden (Brownfield-Migration)? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die gründlich verglichen und individuell bewertet werden sollten.

The applications and integrations

Die Integration der SAP-Daten in Umsysteme ist für viele SAP-Kunden ein zentrales Bedürfnis. Der Wechsel auf S/4HANA zwingt die Kunden, diese Lösungen, die oft mit proprietären SAP-Mitteln umgesetzt wurden, neu zu erstellen. Eine gute Gelegenheit sich umzuschauen und alternative Ansätze, wie zum Beispiel Open Source oder Cloud-Lösungen zu berücksichtigen.

Die neue ERP-Lösung bringt neue Technologien und Funktionen mit sich, somit ist die S/4-HANA-Einführung weitaus komplexer als ein reines Software-Upgrade. Die SAP-Anwender sollten dieses Innovationspotenzial nutzen, um Geschäftsprozesse zu vereinfachen, neue Technologien einzuführen und sich auf aktuelle und künftige digitale Marktanforderungen vorzubereiten. Dafür benötigen die Organisationen, die mit der SAP-Transformation konfrontiert sind, einen vertrauenswürdigen Partner, der über Fachwissen in allen erforderlichen Bereichen verfügt und alle Optionen unabhängig und gründlich bewerten kann, sodass Entscheidungen für die Planung getroffen werden können.

Lesen Sie die Pressemitteilung auf Netzmedien hier: https://www.netzwoche.ch/news/2020-05-20/die-s4-hana-migration-steht-an-was-es-zu-beachten-gibt

Mehr über unsere S/4HANA-Dienstleistungen finden Sie hier: https://www.itpcgroup.com/de/dienstleistungen/de-s-4hana-transformation/